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DissoziationOftmals können misshandelte und traumatisierte Menschen psychisch nur überleben, wenn sie „aus dem Körper aussteigen“. Was passiert, ist so schrecklich, dass es nicht gefühlt werden darf und nicht registriert werden kann. Dieser traumainduzierte Trancezustand und Rückzug in eine Phantasiewelt heißt Dissoziation. Bei Extremtraumatisierungen kann dieser dissoziative Mechanismus so weit gehen, dass der „andere Zustand“ personalisiert wird und Menschen dann zwischen mehreren Persönlichkeiten „switchen“ – vielleicht kennen Sie den Begriff „multiple Persönlichkeit“. Manchmal gelingt es Patientinnen und Patienten durch Dissoziation in eine schmerzfreie, geschützte Phantasiewelt zu gleiten. Häufig stellt sich durch Dissoziation aber ein quälender, toter Zustand von innerer Leere ein oder aber eine völlig überreizende Welt optischer Halluzinationen und innerer Horrorszenarien („Flashbacks“). Um diesen quälenden Welten zu entgehen, schneiden sich die Patientinnen oder Patienten. Durch den Schmerz wird der albtraumartige Trancezustand sofort beendet. Äußerlich sind dissoziative Zustände schwierig zu erkennen, denn betroffene Personen starren oftmals völlig affektlos ins Leere, wirken unkonzentriert oder wie in einem Dämmerschlaf. TrackbacksThe trackback URL for this entry is: http://affekte.spaces.live.com/blog/cns!8AE21D2DA961E54E!161.trak Weblogs that reference this entry
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