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Definition
Die
Bezeichnung geht zurück auf das englische Wort Borderline = Grenzlinie. In
seiner allgemeinen Bedeutung beschreibt der Begriff Borderline eine psychische
Störung, die zwischen Psychose und Neurose angesiedelt ist. Früher wurde auch
der Begriff Grenzpsychose verwendet. Die Borderline-Störung, die sich häufig
in der Adoleszenz (Jugend) manifestiert, ist durch hypochondrische Einstellung,
Entfremdungserleben, vages Beziehungserleben und depressive Verstimmungen
gekennzeichnet.
Die Wurzeln
der Borderline-Störung sind auf frühe Störungen, ca. im 2./3. Lebensjahr zurückzuführen.
Meist handelt es sich um schwerwiegende Frustrationen in der Beziehung zu einem
Elternteil, hierbei kommt es häufig zu Traumatisierungen vor allem bei den
Autonomiebestrebungen des Kindes. Die Beziehung zu den Eltern, die als Einheit
wahrgenommen werden, wird verleugnet oder in einem „bösen und guten
Elternteil“ abgespalten. Es kommt zu einer basalen Verunsicherung des Kindes,
einer massiven Enttäuschungsaggression, einer ständigen Trennungsangst sowie
gleichzeitig einer ängstlichen Anklammerung an einen Elternteil. Die Realitätswahrnehmung
der von Borderline-Störung Betroffenen ist mangelhaft, sie haben
deutliche Schwierigkeiten, zwischen Phantasie und Realität zu unterscheiden
sowie erhebliche Schwierigkeiten Trennungen, Verluste und Kränkungen zu
tolerieren. Den an einer Borderline-Störung erkrankten Menschen ist es daher
kaum möglich, stabile Beziehungen aufzubauen. Zusammenfassend kann man sagen,
dass eine deutliche Instabilität bezüglich Selbstbild, zwischenmenschlicher
Beziehungen, Stimmungslage und Affektlage besteht. TrackbacksThe trackback URL for this entry is: http://affekte.spaces.live.com/blog/cns!8AE21D2DA961E54E!152.trak Weblogs that reference this entry
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